Jean-Paul-Museum

Jean Paul Museum © Jean-Paul-Museum der Stadt Bayreuth

Das Museum ist seit dem 17. Mai wieder geöffnet. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, aufeinander Rücksicht zu nehmen, die Hygieneregeln zu beachten und den Mindestabstand einzuhalten. Das Tragen einer Mund-Nase-Maske ist Pflicht.

Das Jean-Paul-Museum der Stadt Bayreuth wurde anläss­lich des 250. Geburts­tags (21.3.2013) des großen ober­frän­ki­schen Dich­ters voll­ständig neu gestaltet und pünkt­lich zu diesem Jubi­läum wieder­eröffnet.

Bayreuth verdankt das Jean-Paul-Museum dem groß­her­zigen Stifter Dr. Philipp Hausser, einem Nach­fahren Joseph und Rosa Schwa­ba­chers, der eins­tigen Vermieter Jean Pauls in dessen Wohn- und Ster­be­haus. Von Jugend an hatte Hausser eine beacht­liche Samm­lung von Auto­gra­phen Jean Pauls, von Erst­aus­gaben seiner Werke, Lite­ratur aus seinem Umkreis, Porträts, sowie Bild­ma­te­rial zusam­men­ge­tragen.

Diese wohl bedeu­tendste Privat­samm­lung zu Jean Paul machte es möglich, dem Dichter 1980 ein Museum unter der Leitung des Direk­tors Dr. Manfred Eger einzu­richten. Die Stadt konnte es 1994 deut­lich erwei­tern und seither weitere wert­volle Hand­schriften Jean Pauls sowie Doku­mente zu seinem Leben und Werk erwerben.

Im Jean-Paul-Jubi­lä­ums­jahr 2013 wurde es zum 250. Geburtstag des Dich­ters, unter der Leitung von Dr. Sven Fried­rich, von Dr. Frank Piontek und dem Ausstel­lungs­ge­stalter Florian Raff neu konzi­piert und gestaltet.

Unter­ge­bracht ist das Museum im ehema­ligen Wohn­haus von Richard Wagners Tochter Eva und deren Mann Houston Stewart Cham­ber­lain, dessen Wirken im „Bayreu­ther Kreis“ die völki­sche Rezep­tion Richard Wagners beför­dert und dessen proble­ma­ti­sche Welt­an­schauung und Schriften die Symbiose mit dem Natio­nal­so­zia­lismus einge­leitet haben.

Jean Paul wurde von der NS-Ideo­logie als verzopfter Apologet klein­bür­ger­li­cher deut­scher Inner­lich­keit absichts­voll miss­ver­standen und für die propa­gan­dis­ti­schen Zwecke der Vernichter von Kultur und Geist miss­braucht. Dass nach dem Geist Cham­ber­lains heute der humane Geist Jean Pauls hier eine Heimat gefunden hat, erscheint als symbo­li­sche Rettung seiner Ideale, als Sieg des Mensch­li­chen über das Unmensch­liche.


Kontakt

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