UNESCO Welterbe Markgräfliches Opernhaus

Markgräfliches Opernhaus © Achim Bunz

Das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth, seit 2012 UNESCO-Welterbe und nach umfangreicher Restaurierung 2018 wiedereröffnet, zählt zu den schönsten Barocktheatern der Welt.

Das Markgräfliche Opernhaus ist das besterhaltene Beispiel eines freistehenden barocken Hoftheaters. Vorbilder waren die größten Opernhäuser der Zeit in Wien und Dresden. Als einzigartiges Monument der Fest- und Musikkultur des 18. Jahrhundert steht es seit 2012 auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes.

Treibende Kraft hinter dem Ausnahmeprojekt war die musik- und theaterbegeisterte Markgräfin Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth (1709-1758). Anlass der Errichtung war die 1748 gefeierte Hochzeit ihrer einzigen Tochter, Elisabeth Friederike Sophie, mit Herzog Carl Eugen von Württemberg. Der Architekt des neuen Opernhauses war der führende Theaterarchitekt der Zeit, der Italiener Giuseppe Galli Bibiena. Die Bauaufsicht vor Ort übernahm sein Sohn Carlo Galli Bibiana. Er schuf bis zum Tod der Markgräfin zahlreiche Bühnenbildentwürfe und Festdekorationen.

Das Markgräfliche Opernhaus folgt dem Typus des italienischen Logentheaters. Das aus Holz und Leinwand gefertigte, vollständig erhaltene Logenhaus ist als selbsttragende Konstruktion in die steinerne Gebäudehülle eingestellt. Der Innenausbau des Theaters erfolgte in kürzester Zeit mit zum Teil vorgefertigten und außerhalb der Baustelle bemalten hölzernen Architekturgliedern und gefassten Skulpturen. In weniger als vier Jahren Bauzeit entstand von 1744 bis 1748 ein Meisterwerk barocker Festarchitektur.

Ein Eindruck von der ursprünglichen Farbigkeit des Logenhauses konnte durch die von 2013 bis 2018 durchgeführte umfassende Restaurierung wiedergewonnen werden.

Zuschauerraum und Bühne bilden eine Einheit. Dem großen, von Säulen gerahmten Bühnenportal steht an der Rückseite des Zuschauerraums die Fürstenloge gegenüber. Wie an der Bühnenfront dient auch hier das Skulpturenensemble der Verherrlichung der Dynastie der Hohenzollern und der Auftraggeber, Markgraf Friedrich und Markgräfin Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth.

Am 12. April 2018 eröffnete das Opernhaus nach fast sechs Jahren Restauration in die der Freistaat Bayern rund 30 Millionen Euro investierte.

(Textquelle: Bayerische Schlösserverwaltung)

Einblick in das Markgräfliche Opernhaus

 

 

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