Hofgarten © Meike Kratzer

Die Parkanlage Hofgarten befindet sich im Herzen Bayreuths und lädt damals so wie heute die Menschen zum Spazieren und Erkunden ein.

Erho­lung im Herzen Bayreuths

Der an das Neue Schloss angren­zende Hofgarten, die „grüne Lunge“ im Stadt­zen­trum war zu Beginn nur den Mark­grafen zugäng­lich. Heute ist er eine Erho­lungs­land­schaft für jeder­mann. Ob in der  Mittags­pause oder als kleine Paus bei der Erkun­dungs­tour durch die Stadt, durch seine weit­läu­figen Flächen bietet der Hofgarten für jeden den opti­malen Ort für eine kleine Auszeit in der Natur.

Geschichte des Hofgartens

Vom Nutz­garten zum Lustgarten

Die Anfänge des  Hofgar­tens lassen sich bis in das 16. Jahr­hun­dert zurück­ver­folgen. Bereits 1580 befand sich dort ein wesent­lich klei­nerer, umzäunter Nutz- und Blumen­garten. Als Mark­graf Chris­tian seine Resi­denz nach Bayreuth verlegte, fasst er den Entschluss den relativ kleinen Garten in einen pracht­vollen Lust­garten umzu­wan­deln. Mit der Zeit wurde der Garten immer wieder erwei­tert und verfügt ab 1626 sogar über eine eigene Reit- und Renn­bahn und ein eigenes Ball­haus. Die künst­le­ri­sche Gestal­tung des Gartens lässt sich jedoch erst ab Mitte des 18. Jahr­hun­derts nachweisen.

Im Zusam­men­hang mit Brand des Alten Schlosses und dem Bau des Neuen Schlosses wurde der Hofgarten ab 1753 wesent­lich vergrö­ßert und ausge­staltet., die Fläche verdop­pelte sich und umfasste zu dieser Zeit insge­samt 14 Hektar. Ein Zier­kanal in L‑Form wurde ange­legt und an vier Stellen zu Wasser­be­cken mit einer Insel erwei­tert. Dieser Kanal ist heute noch die bele­bende Mitte des Hofgar­tens. Aus dieser Zeit stammen auch die beiden vom Schloss­kom­plex ausge­henden Alleen. Gut erhal­tene Stauten mit Figuren aus der antiken Mytho­logie lassen sich bei dem Spazier­gang über die Alleen an mehreren Stellen entdecken.

Statue im Hofgarten Bayreuth (c)Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH
Statue im Hofgarten Bayreuth ©Bayreuth Marke­ting & Tourismus GmbH

Der Park war ein sehr beliebter Platz für den mark­gräf­li­chen Hof und seine Gäste. Es wurden Feste gefeiert, flaniert und sich dem Gesell­schafts­spiel hinge­geben. Eine der heute noch exis­tie­renden Längs-Achsen des Hofgar­tens diente dem damals sehr beliebten Baille-Maille-Spiel, dem Vorgänger des heutigen Golfs oder Crickets.

Der Park wurde für die Öffent­lich­keit zugäng­lich, als die Region 1790 preu­ßisch wurde. Sehr beliebt als Erho­lungs­land­schaft durch seine bunt bepflanzten Beete und dem großen Kinder­spiel­platz, verbrachten viele Einhei­mi­sche dort ihre Freizeit.

Erwei­te­rungen in der Parkanlage

Nach 1789 ließ Mark­graf Alex­ander die barocke Garten­kunst­an­lage mit ihren zahl­rei­chen Beeten, Hecken und Parterren umge­stalten. Sein Ziel war es einen Land­schafts­garten „im natür­li­chen Stil“ zu erschaffen. Das Vorhaben, den Park zu einem solchen Garten nach engli­schem Vorbild zu machen, wurde jedoch nie ganz erreicht. Die baro­cken Elemente wie der Kanal, die Inseln oder die Alleen domi­nieren noch heute den Park.

Im südli­chen Teil des Hofgar­tens wurde 1805 zu Ehren der preus­si­schen Königin Luise ein “Mono­pteros” errichtet, ein Rund­tempel auf acht Säulen. Der Sonnen­tempel wurde zur dama­ligen Zeit als Musik­pa­vil­lion errichtet. Auch heute wird er noch für klei­nere Konzerte genutzt.

Doch es war nicht immer so, dass die Bevöl­ke­rung die Kasta­nien- und Eichen­al­leen, die weiten Rasen­flä­chen mit den alten Baum­gruppen und die Kies­wege an den stillen Wasser­flä­chen nutzen konnte. Der ursprüng­lich  nur für den mark­gräf­li­chen Hof und seine Gäste reser­viert Hofgarten ist der breiten Öffent­lich­keit erst seit 1790 zugäng­lich und bietet seinen Besu­chern seit dem eine grüne Oase der Erho­lung in Mitten des Stadtzentrums.
In den letzten Jahr­zehnten stellte man manche barocke Formen wieder her, welche mit der Zeit verschwunden waren. Ein Beispiel hierfür ist das Parterre vor dem südli­chen Teil des Neuen Schlosses.

Frei­zeit­mög­lich­keiten im Hofgarten

Spielen und Erholung

Im Sommer 2017 wurde der neue Spiel­platz im hinteren Teil der Anlage einge­weiht. Unter dem Motto “Spielen mit Wilhel­mine” eröff­nete die dama­lige Bürger­meis­terin Brigitte Merk-Erbe den Spiel­platz. Das beson­dere an den Umbau­ar­beiten: es wurden immer wieder abstrakte Elemente des neuen Schlosses und vom Hofgarten aufge­griffen. Ein Spiel­schloss, Schau­keln und einige weitere Spiel­ge­räte warten auf viele kleine Entdecker.

Wem der Sinn eher nach ein wenig Erho­lung steht, kann diese beispiels­weise bei einem Sonnenbad finden. Im östli­chen Teil des Hofgar­tens befindet sich eine offi­ziell ausge­wie­sene Liegewiese.

Kultu­relles

Direkt an die “Mail­bahn­allee” im Hofgarten schließen zwei weitere inter­es­sante Sehens­wür­dig­keiten der Stadt Bayreuth an die immer einen Besuch wert sind. Neben dem Obst­quar­tier gelegen, findet sich das Deut­sche Frei­mau­rer­mu­seum. Es beher­bergt eine der größten Samm­lungen frei­mau­ri­schen Kultur­gutes der Welt sowie die größte frei­mau­ri­sche Biblio­thek im deutsch­spra­chigen Raum.

Ein paar Hundert Meter weiter östlich führt ein Fußweg zu Richard Wagners Wohn­haus Wahn­fried, welches er sich 1872 bis 1874 erbauen ließ und in dessen Garten sich sein Grab befindet. Seit 1976 befindet sich im Haus Wahn­fried das Richard Wagner Museum befindet.

Hofgarten Lageplan

Lage­plan-Hofgarten-Bayreuth


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