Es ist so weit: Museumszeit!

Innenstadt (c) Meike Kratzer

Heute kann es regnen, stürmen oder schneien, denn wir brau­chen keinen Sonnen­schein. Heute geht’s ins Museum — das wird toll, juchhe …

Und so ein Besuch bietet sich im Herbst natür­lich beson­ders gut an. Vor allem in Bayreuth, denn die Stadt hat an Museen so einiges zu bieten: Ob Schlösser, Kunst, Geschichte, berühmte Persön­lich­keiten oder Kurio­si­täten — Bayreuths Muse­ums­land­schaft für Jung und Alt ist bunt und vielseitig.

Eines meiner abso­luten Lieb­lings­mu­seen der Stadt ist das Urwelt-Museum Ober­franken in der Innen­stadt. Der Eingang dazu ist zwar etwas unscheinbar in einem Durch­gang gelegen, aber der große gelbe Dino mitten in der Fußgän­ger­zone erregt dafür umso mehr Aufmerk­sam­keit (und ist ganz nebenbei auch ein idealer Treff­punkt). Da die Umge­bung rund um Bayreuth vor Millionen von Jahren ein riesiges Urmeer war, kann man auch heute noch an einigen Stellen verstei­nerte Fossi­lien finden. Und genau damit beschäf­tigt sich dieses wunder­volle und liebe­voll gestal­tete Museum. Schon als kleines Kind war für mich ein Besuch dort immer ein High­light, schließ­lich gibt es dort nicht nur viele origi­nale Expo­nate zu sehen, sondern es ist auch eines der wenigen Museen in dem Anfassen an vielen Stellen nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht ist. Deshalb freue ich mich auch schon sehr, dieses Unikat bald meinem Sohn zeigen zu können.

Für alle die mehr über Bayreuths Persön­lich­keiten erfahren wollen, bietet sich zum Beispiel ein Besuch im Neuen Schloss von Mark­gräfin Wilhel­mine, im Richard-Wagner Museum, im Jean-Paul Museum oder im Franz-Liszt Museum an. Hier dreht sich dann alles um das Leben dieser Personen und deren Wirken in der Stadt.
Dabei sind vor allem aber zwei histo­ri­sche Stätten beson­ders inter­es­sant und erwäh­nens­wert: das Markgräfliche Opern­haus und das Fest­spiel­haus Bayreuth. Obwohl, oder gerade weil Bayreuth eine Klein­stadt ist, verfügt die Stadt über zwei der welt­be­rühm­testen und bedeu­tendsten Opern­häuser der Welt, die zudem sehr mit der Biografie ihrer Schöp­ferin bzw. ihrem Schöpfer verbunden sind. So zählt das Mark­gräf­liche Opern­haus, ein baro­ckes Logen­theater, in dem sich Wilhel­mine selbst verwirk­licht hat, zum Unesco Welt­kul­tur­erbe und das Fest­spiel­haus, welches Wagner nach seinen Vorstel­lungen eines demo­kra­ti­schen Thea­ters gestaltet hat und ist bis heute Pilger­stätte für viele selbst ernannte Wagnerianer.

Und für alle, die es ein biss­chen moderner, zünf­tiger und vor allem kuli­na­ri­scher mögen, hat die Muse­ums­land­schaft eben­falls etwas zu bieten: das Braue­rei­mu­seum und die Bayreu­ther Kata­komben. Denn was wäre Bayreuth ohne Bier? Bei einer Tour durch die alte Maisels-Brauerei kann man hinter der Back­stein­fas­sade eine span­nende Zeit­reise in die Tradi­tion des Bier­brauens unter­nehmen, die die Geschichte von harter Arbeit bis hin zur heutigen Kunst, das beste Bier zu brauen, erzählt. Dabei ist die Brauerei ein faszi­nie­rendes Relikt aus vergan­gener Zeit, denn alles ist noch original erhalten und es scheint, als wären die alten Brauer und Büttner nur kurz in Mittags­pause gegangen.

Und mit all dem neu ange­eig­neten Wissen und den lustigen Anek­doten im Gepäck, geht ein erleb­nis­rei­cher und lehr­rei­cher Muse­umstag in Bayreuth zu Ende.

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