Der tradi­tio­nelle Faschingskrapfen

Faschingskrapfen

Was in der 5. Jahreszeit gar nicht fehlen darf? Richtig! - Die Faschingskrapfen. Deshalb wollen wir uns mit der Tradition der leckeren Gebäckstücke beschäftigen.

In der Faschings­zeit gibt es sie mit zahl­rei­chen Füllungen, wie zum Beispiel Pflau­menmus, Vanille- oder Scho­ko­creme („Spani­sche Krapfen“) oder auch mit Alkohol. Der „Klas­siker“ ist mit Hiffen­mark (Hage­but­tenmus) gefüllt und mit Puder­zu­cker bestreut.

Die Geschichte des Faschingskrapfen

Das leckere Gebäck­stück, das heute ganz­jährig in den meisten Bäcke­reien erhält­lich ist, hat seinen Ursprung vermut­lich als kirch­li­ches Brauch­tums­ge­bäck.
Der Krapfen bzw. „Schmalz­ge­ba­ckenes“ soll laut Quellen bereits im frühen Mittel­alter geba­cken worden sein. In den Back­stuben alter Klöster zu hohen kirch­li­chen Fest­tagen wurden vermut­lich die ersten Krapfen (damals „Craphon“) herge­stellt. Die Beson­der­heit war das damals „kost­bare weiße“ Mehl, das dazu verwendet wurde. Die schmeckten dann so gut, dass das Gebäck­stück auch in den soge­nannter „Eier­be­cken“ der Städte ange­boten wurde. Diese Hand­werks­be­triebe haben sich in der dama­ligen Zeit auf die Herstel­lung von Schmalz­ge­ba­ckenem und auch Hörn­chen spezia­li­siert.
Die Krapfen wurden auch als „Bescheid“ an die länd­liche Nach­bar­schaft verteilt, wenn große Fest­tage bevorstanden.

Nun aber zurück zum Faschings­krapfen. Dieser soll darauf zurück­gehen, dass vor der Fasten­zeit, die an Ascher­mitt­woch beginnt und bis Ostern andauert, die letzten Vorräte an Fett, Eiern und weißem Mehl zu verba­cken werden sollten. Vor der kargen Zeit sollte noch einmal richtig geschlemmt und genossen werden. Wenn wir euch jetzt den Mund wässrig gemacht haben, geht ihr am besten gleich zu den 4 Tollen Tagen auf dem Bayreu­ther Markt­platz und holt euch einfach ein paar leckere Krapfen. Mit jedem Krapfen, den ihr dort kauft, erhaltet ihr ein gratis Los. Am Faschings­dienstag um 16:00 Uhr werden dann die Gewinner ausge­lost. Zu gewinnen gibt es ein Fahrrad, einen TV, eine Kaffee­ma­schine, eine Stereo-Anlage, Tickets für Paul Kalk­brenner am 7. September und ein Tesla-Wochen­ende.

Rezept Faschings­krapfen

Ihr wollt lieber selber backen? Hier ein Rezept der Genuss­re­gion Ober­franken:

Zutaten für ca. 20 Krapfen:

  • 1 kg Mehl
  • 40 g Hefe
  • 200 g Butter
  • 2 ‑3 EL Zucker
  • 1 gestri­chener EL Salz
  • 4 Eier
  • 2 Eigelb
  • 1/2 l Milch
  • evtl. 1 Glas Arrak, Kirsch­wasser oder Pflaumenschnaps
  • Zum Ausba­cken 500‑1000 g Butterschmalz

Außerdem:

  • Hiffen­mark für die Füllung
  • Puder­zu­cker oder feiner Haus­halts­zu­cker zum Bestreuen
Faschingskrapfen
Faschings­krapfen © Genuss­re­gion Oberfranken/Martin Bursch

Zube­rei­tung:

Aus den zimmer­warmen Zutaten einen Hefe­teig herstellen. Manche setzen dazu zunächst das Mehl mit der in lauwarmer Milch aufge­lösten Hefe als Vorteig (Damp­ferl) an und lassen diesen eine Zeit lang gehen. Die übrigen Zutaten hinzu­fügen, alles gut durch­kneten und den Teig mehr­mals auf die Arbeits­fläche schlagen. Danach 1 Stunde an einem warmen Ort zuge­deckt gehen lassen.

Dann rollt man den Teig 2 – 3 cm dick aus und sticht runde Stücke aus. Diese lässt man und unter einem Küchen­tuch noch­mals gut aufgehen.

Butter­schmalz in einem großen Topf erhitzen – nicht zu heiß, sonst verbrennen die Krapfen äußer­lich und sind innen nicht durch­ge­ba­cken. Die aufge­gan­genen Teig­krapfen ins Fett einlegen, Deckel darauf und zuge­deckt backen lassen. Nach 4 Minuten den Deckel abnehmen und die Krapfen wenden – die Unter­seite muss schön gold­gelb sein. Die andere Seite auch ca. 4 Minuten backen. Wenn die Krapfen in der Mitte einen hellen Ring haben, sind sie fertig durch­ge­ba­cken und schön locker. Die heißen Krapfen auf einem Gitter­blech oder auf Küchen­tuch abkühlen und das Fett abtropfen lassen.

Die noch warmen Krapfen mit Hiffen­mark füllen. Erkalten lassen und dann mit Puder­zu­cker bestreuen. FERTIG!


Somit ein Bayreu­ther Awaaf und Helau und guten Appetit!
Eure BMTG

Quelle Infor­ma­tionen und Bild: Genussregion-oberfranken.de

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