Mit allen Sinnen erleben

ÖBG (c) Larissa Weishäupl

Sattes Grün, unendliche Farbenpracht und eine riesige Blumenvielfalt - dass kann man in Bayreuths Park- und Grünanlagen oft vorfinden.

Ausflug in den Ökolo­gisch-Bota­ni­schen Garten der Univer­sität Bayreuth

Doch wohl nirgends in solch einer perfekten Kompo­si­tion, die fast anmutet, als sei sie so natür­lich gewachsen, wie im Ökolo­gisch Bota­ni­schen Garten Bayreuth (ÖBG) der Univer­sität Bayreuth. Für meine Familie und mich ein immer wieder gerne gewähltes Ausflugs­ziel für einen ausgie­bigen Spaziergang.

Der ÖBG gehört zur Univer­sität Bayreuth und dient der Lehre und Forschung, als Lebens­raum für bedrohte Tier- und Pflan­zen­arten und steht der Öffent­lich­keit offen. Auf den 16 ha Frei­ge­lände und in den Gewächs­häu­sern lassen sich über 10.000 Pflan­zen­arten in natur­nahen Lebens­räumen bestaunen. Geogra­phisch geglie­dert wachsen und gedeihen dort Pflanzen aus der ganzen Welt. In kurzer Zeit lässt sich hier also eine bota­ni­sche Welt­reise erleben: von den Prärien Nord­ame­rikas über die tropi­schen Hoch­ge­birge bis hin zu den Steppen Asiens. Für längere Spazier­gänge mit der Familie oder einfach ein biss­chen Erho­lung in der Natur ist der ÖBG ein wahres Para­dies. Die Haupt­wege sind breit und barrie­re­frei und somit eignet sich der Garten auch für alle Gene­ra­tionen als Ausflugs­ziel. Das Beson­dere und Magi­sche an diesem Ort ist, dass es egal ist, zu welcher Jahres­zeit man den Bota­ni­schen Garten besucht, es gibt für alle Sinne immer etwas zu entde­cken. Ob im Winter die Stille der schnee­be­deckten Land­schaften, im Früh­ling der Duft der ersten Blumen, im Sommer das Zirpen der Grillen und Insekten in den hohen Gräsern der Prärie oder im Herbst das Farben­spiel der nord­ame­ri­ka­ni­schen Laubbäume.

Am besten gefällt uns als Familie der Nutz­pflan­zen­garten, in dem alljähr­lich rund 800 Arten alter und neuer Gemüse- und Getrei­de­sorten, Faser- und Färbe­pflanzen sowie diverse Kräuter und Heil­pflanzen ange­baut werden. Es macht Spaß, zusammen mit unserem Sohn die verschie­denen Gewächse zu bestaunen, ihnen bei ihrer „Entwick­lung“ über das Jahr über zuzu­sehen und die einzelnen Sorten zu benennen. So lernt nicht nur er einiges darüber, wie und wo das Gemüse und Getreide, welches Zuhause auf den Tisch kommt, wächst, sondern auch wir können noch einiges über die heilenden Eigen­schaften bekannter Kräuter erfahren. High­light für unseren Sohn ist es, wenn die Schafe da sind, die rund um die große Streu­obst­wiese das Gras „mähen“.

Direkt neben dem Nutz­pflan­zen­garten ist ein Barfuß­pfad ange­legt, der eben­falls dazu einlädt, die Natur mit allen Sinnen zu erfahren und zu erspüren. Für Kinder sicher­lich ein ganz beson­deres Erlebnis, die Natur so unge­zwungen und spie­le­risch kennen­zu­lernen. Für unseren Sohn sind die verschie­denen Natur­ma­te­ria­lien noch ein wenig suspekt, weshalb er lieber erstmal meinem Mann und mir dabei zuschaut, wie wir barfüßig über den Boden tapsen. Es könnte sich schließ­lich eine Nackt­schnecke zwischen all den Steinen und Holz­spänen versteckt haben.

Neben all dem Schauen und Staunen, kommt aber auch die Erho­lung nicht zu kurz. Im ganzen Areal des ÖBG gibt es zahl­reiche Liege­flä­chen, Bänke und schat­tige Plätz­chen, auf denen man einfach die Natur genießen und ein biss­chen die Seele baumeln lassen kann. Beson­ders schön lässt es sich am kleinen Teich in der Mitte „Europas“ ausruhen. Auch für einige Studie­rende ein gerne aufge­suchter Rück­zugsort vom trubeligen Campusleben.

Nach einem Sonnen­päu­schen, in dem wir einfach die Umge­bung auf uns haben wirken lassen, geht es langsam wieder zurück. Über den Campus der Univer­sität Bayreuth schlen­dern wir mit ganz vielen neuen Eindrü­cken wieder gemüt­lich nach Hause und freuen uns auf unseren nächsten Besuch.

Ökologisch-Botanischer Garten der Uni Bayreuth
Ökolo­gisch-Bota­ni­scher Garten der Univer­sität Bayreuth © Larissa Weishäupl

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