Iwale­wa­haus

Iwalewahaus

Das Iwalewahaus ist Teil der Universität Bayreuth und ein Ort der Produktion und Präsentation diskursorientierter, zeitgenössischer Kunst.

Durch Ausstel­lungen, univer­si­täre Forschung und Lehre, Samm­lungen, Archiv, Künstler/innenresidenzen und Veran­stal­tungen werden die jüngsten Entwick­lungen in der zeit­ge­nös­si­schen Kultur Afrikas vorge­stellt und in Koope­ra­tionen mit Künstler/innen, Kurator/innen und Insti­tu­tionen aktiv weiter­ent­wi­ckelt. Den Themen­schwer­punkt der Forschung bilden die Gebiete der modernen und zeit­ge­nös­si­schen Kunst, der Popu­lär­kultur und der Medien – insbe­son­dere Foto­grafie und Film.

Das Iwale­wa­haus bietet zudem regel­mä­ßige Veran­stal­tungen an, wie thema­ti­sche Vorträge, Tagungen, Konzerte, Film­vor­füh­rungen und Lesungen. Die Insti­tu­tion führt ein Künst­ler/innen-Resi­denz­pro­gramm und bildet als Stätte inter­na­tio­naler Künst­ler/innen-Begeg­nungen und Ausstel­lungen eine Brücke zur Bayreu­ther Öffent­lich­keit. Das Iwale­wa­haus verfügt darüber hinaus über eine in Deutsch­land einzig­ar­tige Samm­lung moderner und zeit­ge­nös­si­scher bildender Kunst aus Afrika, Asien und dem pazi­fi­schen Raum.

Im November 2013 fand der Umzug in eine neue Resi­denz in der Wölfel­straße statt und so ist das Iwale­wa­haus als Teil der Univer­sität Bayreuth nun mitten in der Stadt gelegen. Einge­weiht wurde das Iwale­wa­haus bereits am 27. November 1981 zur Unter­stüt­zung des Afri­ka­schwer­punktes der Univer­sität Bayreuth mit der Ziel­set­zung außer­eu­ro­päi­sche Kunst und Kultur einem brei­teren Publikum vorzu­stellen.

Gründer und erster Leiter des Iwale­wa­haus von 1981 bis 1985 war Ulli Beier. Als dieser 1985 nach Papua-Neuguinea ging, über­nahm Ronald Ruprecht, voriger Leiter des Goethe-Insti­tuts Nigeria, die Leitung des Hauses. Von 1989 bis 1996 stand das Haus erneut unter der Ägide von Ulli Beier. Von Januar 1997 bis September 2001 war Till Förster Direktor des Afri­ka­zen­trums. Mit dem Weggang Förs­ters an die Univer­sität Basel über­nahm im November 2001 Tobias Wendl die Leitung des Hauses. Nach dessen Beru­fung an die Freie Univer­sität Berlin wird das Iwale­wa­haus seit März 2010 von Ulf Vierke und von Nadine Siegert geleitet.

Veran­stal­tungen und Akti­vi­täten mit und inner­halb des Iwale­wa­hauses

Cine­maAf­rica! Film Festival in Koope­ra­tion mit dem Cine­plex
Das von Prof. Ute Fendler begrün­dete und verant­wor­tete Film­fes­tival CINEMA AFRICA! präsen­tiert seit 2008 jähr­lich zeit­ge­nös­si­sches afri­ka­ni­sches Film­schaffen. Die Film­woche setzt sich zum Ziel, mit neuesten Film­pro­duk­tionen dem Bayreu­ther Publikum die Möglich­keit zu geben, die Diver­sität des Konti­nents über seine Geschichten zu erfahren. Viele der Filme wurden auf inter­na­tio­nalen Festi­vals ausge­zeichnet, einige haben Deutsch­land­pre­miere in Bayreuth. Die Film­woche setzt bewusst keinen thema­ti­schen Schwer­punkt, um eine Breite an Themen und Geschichten aus unter­schied­li­chen Regionen des Konti­nents, mit unter­schied­li­chen Spra­chen und Kulturen zu zeigen. Damit rücken auch Länder in den Fokus, die viel­leicht nie oder selten in den deut­schen Medien bespro­chen werden. Zugleich sind immer unter­schied­liche Gattungen vertreten: von Drama, über Action, Thriller, Komödie. Im Anschluss an die Filme stehen die Regisseur_innen und Wissenschaftler_innen für einen Austausch über das Film­schaffen ebenso wie über die Themen zur Verfü­gung. Parallel zum Festival findet das Programm „Cinema and Beyond“ statt, bei dem Film­ge­spräche und Vorträge statt­finden, Work­shops mit Regisseur_innen, ebenso wie die Verschrän­kung mit anderen Künsten wie Tanz, Musik und Foto­grafie oder Lite­ratur.
www.cinemaafrica.uni-bayreuth.de

Festival 49°: Grenz­über­schrei­tungen
Das Zusam­men­spiel von Musik und Kunst ist in Afrika und Europa längst Teil einer Szene, die sich zwischen Block­party, Club und Kunst­ga­le­rien auslebt. Dabei werden kultu­relle, räum­liche und zeit­liche Grenzen genauso über­wunden, wie Genre­grenzen. Das, was jahre­lang vonein­ander getrennt exis­tierte, wird immer enger mitein­ander verknüpft und führt so zu heraus­for­dernden Symbiosen. Das seit Mitte der 1990er Jahre bestehende Festival Grenz­über­schrei­tungen widmet sich regel­mäßig in Work­shops, Musik­veran-stal­tungen und Konzerten dem kultu­rellen Austausch. In den letzten Jahren wurden dabei vor allem in Deutsch­land noch eher unbe­kannte kultu­relle Phäno­mene wie die Heavy Metal-Szene des afri­ka­ni­schen Konti­nents oder die afri­ka­ni­schen und diaspo­ri­schen Club­szenen vorge­stellt.
49grad.iwalewa.uni-bayreuth.de

Stadt­füh­rungen
Seit 2014 bieten Wissenschaftler_innen des IAS Stadt­spa­zier­gänge an, die auf die histo­ri­schen und gegen­wär­tigen globalen Bezie­hungen der Stadt Bayreuth aufmerksam machen. Erwachsen aus einer Initia­tive der BIGSAS, bietet der Spazier­gang viel­fäl­tige Perspek­tiv­wechsel an. Auf der viel beach­teten, etwa 90-minü­tigen barrie­re­freien Tour werden beispiels­weise die Geschichte der Alzire am Hof der Wilhel­mine von Bayreuth, die Geschichts­spuren von Worten im öffent­li­chen Raum verfolgt, die Entwick­lung des euro­päi­schen Rassismus, die über Personen wie Cham­ber­lain beson­ders eng mit Bayreuth verwoben ist, behan­delt. Unter­wegs begegnen die Teilnehmer_innen dabei Richard Wagner, Houston Stewart Cham­ber­lain, Chris­toph Schlin­gen­sief, Ulli Beier und einigen mehr. Dies alles erfolgt im Gespräch. Den Abschluss bildet der Besuch der Ausstel­lungen des Iwale­wa­haus, von dessen Freun­des­kreis die Führungen koor­di­niert werden.
freun­des­kreis­i­wa­le­wa­haus
Anfragen & Buchungen: Katha­rina Fink


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