Museen und Galerien – Wir öffnen wieder

Die Ausstellung ist fertig und keiner darf rein. Das passierte zur Zeit der Corona-Einschränkungen in vielen Museen. Aber seit dem Internationalen Museumstag am 17. Mai sind die meisten Bayreuther Museen wieder geöffnet und viele präsentieren sich mit tollen aktuellen Ausstellungen und Aktionen. So läuft im Iwalewahaus bis zum 6. September die neue große Ausstellung „Sommerlabor“, die sich verschiedenen Teilbereichen afrikanischer Kunst widmet. Manche Objekte sind zum ersten Mal in Bayreuth zu sehen, übrigens auch per Handy und augmented reality.

Aus Anlass des 250. Geburtstags Ludwig van Beethovens und des 150. Jahrestags der Veröffentlichung von Richard Wagners „Beethoven“-Schrift greift das Richard Wagner Museum die Bewunderung Wagners für Beethoven auf. Denn die Auseinandersetzung mit Beethovens Werk ist für Wagners kompositorisches Schaffen und die Idee des musikalischen Dramas von fundamentaler Bedeutung. Die Dauerausstellung wird aus diesem Grund bis zum 13. September um die Intervention „Richard Wagner und Ludwig van Beethoven“ erweitert.

„Blitz und Donner im Barock …über historische Krachmacher und barocke Opernhäuser“ heißt die Ausstellung, die im Steingraeber Haus bereits das neue September-Festival „Bayreuth Baroque“ im Markgräflichen Opernhaus ankündigt und bis Februar 2021 zu sehen ist. Anhand interaktiver Modelle können Besucher die Technik selbst bedienen und erleben, wie vor 300 Jahren Naturgewalten als Illusion auf die Barockbühnen gestellt wurden. Bis zum 20. Juni läuft bei Steingraeber darüber hinaus die Ausstellung „Helmut Bieler – Ein Leben für die Musik“zur Erinnerung an den 2019 verstorbenen Komponisten, Pianisten und Pädagogen. Außerdem hat das Steingraeber Klaviermuseum am 4. Juni von 15 – 16 Uhr geöffnet. Eine Führung durch das Museum und die Klaviermanufaktur findet am gleichen Tag um 16 Uhr statt.

„überzeichnet – Expression und Karikatur“ ist der Titel der vierten Jubiläumsausstellung des Kunstmuseums Bayreuth, die bis zum 21. Juni zu sehen ist. Manche Vertreterinnen und Vertreter der expressiven Kunst im zwanzigsten Jahrhundert verstanden sich als Chronisten und Kritiker ihrer Zeit. Mit ihrem oft bitteren Sarkasmus wirken manche der Bilder der Karikatur verwandt. Zu sehen sind Werke vieler bedeutender Künstler des 20. Jahrhunderts, darunter Erich Heckel, Ernst-Ludwig Kirchner, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff, Otto Dix oder Christian Schad, um nur einige zu nennen.

„EinzigARTige Natur“ im Ökologisch-Botanischen Garten zeigt Naturbilder in Öl und Acryl von Steffi Rodigas. Die thüringer Künstlerin zeigt Schönheiten aus Flora und Fauna aber auch Werke über Verschmutzung der Meere, Medienüberfluss oder Klimawandel. Neben gegenständlichen Werken ist bis zum 28. Juni auch abstrakte, farbintensive Malerei zu sehen.

Wegen Erweiterungen der aktuellen Ausstellung hat das Deutsche Freimaurermuseum im Juni noch geschlossen. Jedoch bietet das Museum die Möglichkeit für virtuelle Besuche. Dabei werden Fragen aufgegriffen wie: Freimaurerei? Wo kommt sie her? Wie kam sie nach Bayreuth? Worauf gründen sich die Ideale? Für diesen individuellen, virtuellen Besuch kann ein Ticket erworben werden, das zwei Tage Gültigkeit hat. Zusätzlich bietet das Museum eine virtuelle Führung am 16. Juni um 20 Uhr an.

Das Historische Museum macht Stadtgeschichte für Kinder auch virtuell erlebbar. Neben der digitalen Ausstellung findet man deshalb auf der Internetseite des Museums auch Arbeitsblätter für eine Stadtrallye für Kinder, deren Werke dann zu einem späteren Zeitpunkt online präsentiert werden sollen.

Für alle Museen und Ausstellungen gilt: Obwohl die Museen der Stadt zum größten Teil wieder geöffnet sind, können noch nicht alle Öffnungszeiten wie vor der Corona-Krise eingehalten werden, doch die Hoffnung, bald wieder Zugang zu allen Sammlungen, Kunstwerken und Schätzen zu haben, wächst. Der Sicherheit von Besuchern und Mitarbeitern dienen verschiedene Hygienemaßnahmen. So wird die Besucherzahl gegebenenfalls begrenzt (1 Besucher auf 20 qm). Auch wird der Sicherheitsabstand durch Bodenmarkierungen, Absperrungen oder Wegeleitungen gewährleistet. Möglichkeiten zur Handdesinfektion werden bereitgestellt und für die regelmäßige Desinfektion von Oberflächen Sorge getragen. Außerdem besteht die Pflicht, Mund und Nase zu bedecken.

 

 

 

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